Die Nutzpflanzen unserer Kolonien und ihre wirtschaftliche Bedeutung für das…

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Westermann, Diedrich, 1875-1956 Westermann, Diedrich, 1875-1956
German
Ever wonder how rubber, coffee, and cocoa traveled from colonial plantations to your local store? This 1902 book by ethnologist Diedrich Westermann offers a surprisingly direct answer. It's not just a dry catalog of plants; it's a snapshot of how Germany saw its colonial empire at the turn of the 20th century—as an economic resource to be cultivated and exploited. The book maps out which crops were grown where and calculates their potential profit, revealing the mindset of an era where global trade was deeply tied to colonial power. Reading it today feels like opening a time capsule, showing us the roots of our modern global pantry and the complicated history behind everyday goods.
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Verbrauch und die Erzeugung Deutschlands und seiner Kolonien genommen. Im zweiten Teil werden die tierischen, mineralischen und gewerblichen Erzeugnisse zusammenfassend dargestellt, so daß auf diese Weise eine Gesamt-Übersicht über den derzeitigen wirtschaftlichen Wert unserer überseeischen Besitzungen ermöglicht wird. Als einen besonderen Vorzug wird man die ~Bilder~ ansehen dürfen, die den Text erst lebendig machen und eine anschauliche Vorstellung der Pflanze und ihres Wachstums vermitteln. Die aus dem Buche sich ergebenden Tatsachen bieten dem Kolonialfreund einige allgemeine, gewiß nicht bedeutungslose Lehren, von denen folgende kurz genannt seien: 1. Der Wert unserer Kolonien beruht in erster Linie in ihren Bodengewächsen. Der Anbau und die Pflege der nutzbaren Pflanzen wird deshalb stets die vornehmste Beschäftigung ihrer Bewohner sein. Es gilt in dieser Zeit des Anfanges vor allem, durch immer neue Versuche diejenigen Nutzpflanzen herauszufinden, die dem Produzenten möglichst stete und sichere Erträge versprechen. 2. Der weitaus größte Teil aller Ausfuhrgüter wird durch die Arbeit der Eingeborenen geschafften. Dies ist um so bemerkenswerter, als die Länder im Vergleich mit Europa nur sehr dünn bevölkert sind und die Eingebornen eben erst heraustreten aus ihrer jahrtausendelangen finsteren Abgeschlossenheit, die kein großer Gedanke je erleuchtete. Sie standen bislang unter dem Willkürregiment kleinlich selbstsüchtiger Häuptlinge und skrupelloser Zauberpriester, deren stets argwöhnische Eifersucht jeden Fortschritt im Keime erstickte. Jahrhunderte hindurch waren Sklavenfang und Sklavenausfuhr die einzige für das Ausland in Betracht kommende wirtschaftliche Betätigung dieser Völker. Die deutsche Herrschaft, deren Streben es ist, jedem Eingebornen Schutz und Recht zu gewähren und sein allseitiges Wohl zu fördern, wird sich auch darin als segensreich erweisen, daß sie die Kräfte der Bevölkerung, geistige sowohl wie körperliche, frei macht und steigert für eine Arbeit, die der Gesamtheit wie dem Einzelnen zugute kommt. Tatsächlich haben wir schon jetzt in weiten Gebieten unserer Kolonien eine ackerbautreibende Bevölkerung, die Verständnis und Willigkeit zeigt, ihren Ackerbaubetrieb zu vergrößern und zu verbessern. Aus amtlichen Berichten geht hervor, daß die Eingebornen vielerorts tatsächlich nur darauf warten, neue, ihnen bisher unbekannte Nutzpflanzen anzubauen, und die bisherigen Ergebnisse der Eingebornenkulturen ermutigen vollauf zum Weiterschreiten auf diesem Wege. Unser eignes Interesse fordert, die Eingebornen in ihrem Streben nach wirtschaftlichem Fortschritt zu unterstützen, und da wo es noch nicht vorhanden ist, zu wecken, ihnen durch Anleitung und Unterricht, durch Überlassung von geeignetem Saatgut sowie durch Sicherung eines regelmäßigen und angemessen bezahlten Absatzes ihrer Erzeugnisse zu helfen und Mut zu machen. Dabei soll durchaus zugegeben werden, daß es stets auch solche Gewächse geben wird, die wenigstens für absehbare Zeit durch den Anbau auf europäisch geleiteten Pflanzungen bessere Erträge liefern. 3. Ein unbedingtes Erfordernis für den Aufschwung des wirtschaftlichen Lebens ist der Bau von Eisenbahnen. Ohne sie ist es einfach unmöglich, die Erzeugnisse der Arbeit an die Küste und damit in den Handel zu bringen. Die Eingebornen haben bisher in den seltensten Fällen über ihren eigenen Bedarf hinaus Anbau getrieben aus dem einfachen Grunde, weil sie nichts absetzen konnten. Bei dem Transport aus dem Innern bis an die Häfen übersteigen bei den meisten Erzeugnissen die Verschickungskosten den ganzen Wert der Ware; das muß natürlich jeden Arbeitseifer hindern. Hierin wird nur durch die Eisenbahn Wandel geschafft. Was die Eisenbahn tatsächlich wirkt, das sehe man aus der Steigerung der Togo-Ausfuhr 1907 in Mais, Erdnüssen und Elfenbein. 4. Unsere Kolonien werden in immer steigendem Maße Bedeutung für das heimatliche Wirtschaftsleben erlangen. Wenn ihre Ausfuhr im Verhältnis zum Bedarf Deutschlands jetzt noch gering ist, so hat das wenig zu sagen. Man bedenke, daß wir in den Anfängen stehen und vielerorts über die Zeit des mühsamen und kostspieligen Versuchens kaum hinaus sind. Die wichtigsten Volkskulturen der Eingebornen: Baumwolle, Mais, Erdnüsse, Reis fangen gerade jetzt erst an, einen früher nicht erhofften...

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I picked up this old volume expecting a straightforward botany guide, but it's so much more. Published in 1902, it was a practical handbook for German colonists and businessmen. It systematically lists the useful plants—like cotton, palm oil, and tobacco—found in Germany's African and Pacific colonies. For each plant, Westermann details where it grew best, how to cultivate it, and most tellingly, its market value back in Europe.

The Story

There isn't a traditional narrative with characters. Instead, the "story" is the blueprint of an empire. The book walks you through Germany's colonial territories, region by region, treating each as a future farmland or plantation. It explains which crops could make money and how to get them to market. The underlying plot is the economic ambition of a rising world power, told through the lens of seeds and soil.

Why You Should Read It

It's a primary source that doesn't try to hide its purpose. The matter-of-fact tone about exploiting land and labor is jarring today, which makes it a powerful document. You see how colonialism worked on the ground: which trees were worth cutting down, which soils were worth claiming. It connects the dots between the things in our shopping carts and a specific, often painful, history. It made me look at my morning coffee completely differently.

Final Verdict

Perfect for history buffs or anyone interested in the real-world origins of global trade. It's also great for readers who enjoy primary sources that let the past speak for itself, without modern commentary. Be prepared for outdated terms and perspectives—that's the point. This isn't a light read, but for the right reader, it's absolutely fascinating.



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Jennifer Baker
4 months ago

Honestly, the arguments are well-supported by credible references. Highly recommended for everynoe.

Jackson Lewis
5 months ago

As part of my coursework, the author demonstrates strong mastery of the topic. I will be reading more from this author.

Kimberly Williams
3 months ago

Without a doubt, the explanations are structured in a clear and logical manner. Well worth recommending.

Margaret Williams
4 weeks ago

After spending time with this material, the content encourages further exploration of the subject. This felt rewarding to read.

4
4 out of 5 (4 User reviews )

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